"Erste Sommerschule für ammonothermale Kristallzucht: optisch aktive, nitridbasierende Halbleiter Materialien"

Ziel der Sommerschule ist es, durch die Verknüpfung der Ideen von zwei Universitäten die führend in diesem Bereich sind, detaillierte Einblicke in den Ammonothermalen Prozess zu erhalten. Die Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg hat sich als eine führende Einrichtung bei der Charakterisierung und Analyse der Chemie und der Eigenschaften der überkritischen Ammoniakgemische etabliert, während die University of California, Santa Barbara (UCSB) und Start-ups in der nähren Umgebung hervorragende Kenntnisse und die Fähigkeit gezeigt haben, hochwertige Kristalle mit hohen Wachstumsraten zu erzeugen. Der Blick von Studenten über die Schulter von Forscher an beiden Institutionen ermöglicht es, die Grundkenntnisse und die "Kunst" dieser Wissenschaft weiterzugeben, was anderweitig so nicht passieren könnte.

Für jeweils rund 10 Studierende aus Deutschland und den USA, existiert die einzigartige Möglichkeit, durch Vorträge von auf diesem Gebiet führenden und honorierten Experten und durch praktische Übungen im Labor an beiden Standorten Ihr Wissen zu erweitern. Das Programm wird zweigeteilt, eine Schulungseinheit in Erlangen, Deutschland und eine in Santa Barbara, Kalifornien, USA. In Erlangen, liegt der Schwerpunkt auf Verfahrenstechnik, während in Santa Barbara, das Kristallwachstum im Mittelpunkt steht. Um den Wissenstransfer zu maximieren, wird die Veranstaltung an jedem Standort in eine theoretische und experimentelle Phase aufgeteilt. Theoretisches Wissen wird in Symposien durch geladene Referenten vermittelt (unter anderem der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger Prof. Schnick und abhängig von seiner Verfügbarkeit, wird Nobelpreisträger Shuji Nakamura die Nachwuchswissenschaftler zu einem inspirierenden Vortrag begrüßen), welche den wissenschaftlich Hintergrund und einen anwenderbezogenen Einblick bieten. Die experimentellen Teile erlauben es den Studenten schließlich den Betrieb und einzelne Messmethoden des Ammonothermalen Prozesses zu beobachten und daran teilzunehmen. Dazu gehört, dass sich die Teilnehmer die Ergebnisse der einzelnen Versuche am Ende der Veranstaltung einander vorstellen.

Die Veranstaltung soll der Beginn einer fruchtbaren wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Universitäten sein. Dieser Zusammenarbeit wiederum liegt das Ziel zugrunde, neue Gruppe-III-Nitride zu erforschen und Volumenkristallen für optisch-aktive Materialien und Halbleiter-anwendungen zu züchten.