Mittels zahlreicher Syntheseversuche in Ammonothermal-Autoklaven konnte gezeigt werden, dass bei den derzeit erreichbaren Synthesebedingungen (600 °C, 3 kbar) insbesondere Nitridverbindungen zugänglich sind, die in Wurtzit-Überstrukturen kristallisieren. Die Nitridosilicate LiSi2N3, NaSi2N3 und MgSiN2 konnten dabei erfolgreich synthetisiert werden. Es stellte sich heraus, dass die Konzentrationen der eingesetzten Edukte in überkritischem Ammoniak eine entscheidende Rolle für die Ammonothermal-Synthese von Nitriden spielen. Zudem gelang die Darstellung von BaAl2(NH2)8·2NH3 als Vorläuferverbindung zur Synthese von neuen Nitridoaluminaten. Da sich das Ammoniakat bei Raumtemperatur unter Argonatmosphäre zersetzt, wurde eine Apparatur zur Einkristallpräparation bei tiefen Temperaturen konstruiert. Einkristalle für Röntgenbeugungsexperimente konnten bei -50 °C im Stickstoffstrom isoliert und am Einkristalldiffraktometer gemessen werden.

Kristallstruktur von BaAl2(NH2)8·2NH3